Ekhof-Festival 2024

Das Ekhof-Festival 2024 findet vom 1. Juni bis 28. September 2024 in Kooperation mit der Thüringen Philharmonie Gotha - Eisenach statt.

 

Friedenstein Open Air, Ekhof-Festival und Barockfest 2024

Zusammen mit der Thüringen-Philharmonie Gotha-Eisenach wird auch in diesem Jahr der Sommer auf dem Friedenstein zu einem kulturellen Erlebnis. Das Ekhof Festival bietet ab 1. Juni zahlreiche Highlights im Ekhof Theater und der Innenhof des Schloss Friedenstein wird über drei Wochen durch das "Friedenstein Open Air" belebt. Als krönender Abschluss wird am 31. August und 1. September der Besuch des Barockfests zu einer Zeitreise in das 18. Jahrhundert.

Den Spielplan zum Ekhof-Festival 2024 finden Sie zeitnah auf diesen Websites.

 

 

 

Spielplan 2024

Barock ImPuls mit Midori Seiler
Auf den Spuren der berühmten Gothaer Geigenvirtuosin Regina Strinasacchi

 

Mit Werken von Regina Strinasacchi, Johann Konrad Schlick, Wolfgang Amadeus Mozart und Georg Anton Benda

Musikalische Leitung und Solo-Violine: Midori Seiler
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie

 

„Überhaupt finde [ich], dass ein Frauenzimmer, [… das] Talent hat, mehr mit Ausdruck spielt, als eine Mannsperson…“ – Mit diesen Worten beschrieb Mozarts Vater Leopold die Kunstfertigkeit der Geigenvirtuosin Regina Strinasacchi. Sie wurde 1761 im italienischen Ostiglia geboren und erhielt ihre violinistische Ausbildung in Venedig. Regina Strinasacchi trat als Wunderkind auf und unternahm zwischen 1780 und 1783 ausgedehnte Konzertreisen durch Italien, Frankreich und Deutschland. Als eine der einflussreichsten Geigerinnen gab sie 1784 bei Wolfgang Amadeus Mozart die Komposition der „Sonate für Klavier und Violine B-Dur“ in Auftrag, die beide auch gemeinsam uraufführten. Heutzutage ist Regina Strinasacchi nahezu unbekannt. Und doch war sie eine der ersten Frauen, die sich im 18. Jahrhundert europaweit auf ihrem Instrument einen Namen machen konnte. Im Jahr 1785 heiratete sie den Cellisten Johann Conrad Schlick, der in der Gothaer Hofkapelle tätig war. Nur ein Jahr später trat sie in den Dienst von Herzog Ernst II. und wurde Hofmusikerin, die nicht nur als Violinistin, sondern ebenso als Gitarristin und Komponistin erfolgreich war. In Gotha arbeitete sie u. a. mit Louis Spohr und Carl Maria von Weber zusammen und gab als Teil des Gothaer „Schlick-Trios“ höchst erfolgreiche Kammermusikabende. Die Thüringen Philharmonie widmet dieses Konzert Regina Strinasacchi und setzt ihr zu Ehren gemeinsam mit Barock-Spezialistin Midori Seiler ein musikalisches Denkmal.

ca. 75 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Preiskategorie 3

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Foto-Copyright: © Maike Helbig

Änderungen vorbehalten

Concerto Royal
Ein Festabend für die Queen – Mit Aco Bišćević und der Thüringen Philharmonie

 

Mit Werken von Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Schubert, Vincenzo Bellini, Gaetano Donizetti und Prinz Albert von Sachsen-Coburg und Gotha 

Musikalische Leitung: Alexej Barchevitch
Tenor | Haute-Contre: Aco Bišćević
Es spielt die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

 

1837 bestieg Prinzessin Alexandrina Victoria von Kent den Thron des British Empire und wurde als Queen Victoria I. zu einer der bedeutendsten Monarchinnen, die das Vereinigte Königreich je gesehen hatte. Am 10. Februar 1840 heiratete Queen Victoria ihren Cousin Albert von Sachsen- Coburg und Gotha, wodurch eine deutsche Erbschaftslinie schließlich in das britische Königshaus getragen wurde. Obwohl von ihrem Onkel König Leopold I. von Belgien arrangiert, war die Vermählung Queen Victorias und Prinz Alberts eine wahre Liebesheirat. Albert übernahm nach der Hochzeit zwar die wenig attraktive Rolle des Prinzgemahls – „Ich bin nur der Mann, aber nicht der Herr im Hause“ –, aber er wusste sich zu beschäftigen: Er kümmerte sich um die Gärten und Schlösser und widmete sich seiner größten Leidenschaft, der Musik, die ihn seit seiner Jugend beschäftigte. So machte sich Prinz Albert nicht nur als Förderer der Wissenschaften und Künste, sondern auch als Beschützer der Tonkunst einen Namen – er selbst, der in seiner Jugend in Italien Komposition, Gesang und Orgel studierte hatte, komponierte eine beachtliche Anzahl von Gesangswerken, darunter einige Messen, eine Oper und ausgewählte Lieder. Gemeinsam frönten Queen Victoria und Prinz Albert der hehren Kunst der Musik und luden bedeutende Komponisten an den Londoner Hof ein. Häufig reiste das Königspaar auch nach Gotha, um die herzogliche Familie zu besuchen: „Ich fühle mich hier so zu Hause“, schrieb Victoria einst in ihr Tagebuch und schwärmte von Schloss Friedenstein.

 

ca. 75 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha - Eisenach

Preiskategorie 3

 

Foto-Copyright: © Andrej Grilc

Änderungen vorbehalten

Barock ImPuls mit Reinhold Friedrich
Große Trompetengala des Barocks

 

Mit Werken von Antonio Vivaldi, Johann Melchior Molter,
Gottfried Heinrich Stölzel und Johann Sebastian Bach

Musikalische Leitung und Solo-Trompete: Reinhold Friedrich – Artist in Residence 2023/24
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie

 

Trompeten-Legende Reinhold Friedrich beherrscht auf seinem Instrument alle Stile und Richtungen der Musikgeschichte – kurzum: er ist ein Universalist. Eine besondere Liebe aber hegt er für das zweite der Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach. Dabei handelt es sich um ein Instrumentalkonzert, in dem der Komponist zeigen konnte, was er selbst unter „Konzertieren“ verstand, nämlich nicht nur das einfache Musizieren, sondern das untereinander Wettstreiten von mehreren Instrumenten. Neben Bach’schen Meisterwerken stehen im Rahmen der „Großen Trompetengala des Barocks“ auch ausgewählte Bravourstücke weiterer, regional höchst bedeutsamer Kompositeure im Fokus, die das künstlerische Profil, die Identität und Kulturgeschichte der heutigen Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach nachhaltig geprägt haben: So zum Beispiel Johann Melchior Molter, der in Tiefenort, also ganz in der Nähe von Eisenach, geboren wurde; in Eisenach ging er auch ins Gymnasium und im dortigen Hoforchester, das einst von Georg Philipp Telemann gegründet wurde, lernte er dessen Musik nicht nur als Geiger, sondern auch als Komponist kennen und schätzen. Oder auch Gottfried Heinrich Stölzel: Der aus dem Erzgebirge stammende Musiklehrer trat anno 1719 das Amt des Hofkapellmeisters der Herzöge von Sachsen-Gotha und Altenburg in Gotha an. Er prägte während seiner knapp dreißigjährigen Tätigkeit als Leiter der Gothaer Hofkapelle die Musikkultur weit über die Grenzen Gothas hinaus.

 

ca. 75 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Preiskategorie 3

 

Foto-Copyright: © Cyrus Allyar

Änderungen vorbehalten

Barock ImPuls „La Clemenza di Tito“
Dramma per musica in drei Akten
Konzertante Aufführung

Fr, 05.07.2024 · 18:30 Uhr
Sa, 06.07.2024 · 18:30 Uhr

 

Musik von Christoph Willibald Gluck

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
Rezitation: N.N.
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie

Tito: Aco Bišćević
Vitellia: Vanessa Waldhart
Sesto: Bruno de Sá
Annio: Maria Hegele
Servilia: Anna Herbst
Publio: Hannah Weigl

 

Es war wohl die historisch verbürgte Milde und die Großzügigkeit des römischen Kaisers Titus Flavius Vespasianus, die den legendären Textdichter Pietro Metastasio dazu bewogen hatte, diese historische Persönlichkeit zur Titelfigur eines Opern-Librettos zu küren. Mit „La Clemenza di Tito“ gelang dem einstigen „Poeta Cesareo“ des Wiener Kaiserhofs ein literarischer und theaterdramaturgischer Coup, der vor allem in aristokratischen Kreisen als „Fürstenspiegel“ hohe Popularität genoss. Das Libretto sollte sich im Laufe der Musikgeschichte zur Grundlage von über 50 Opern etablieren und inspirierte Komponisten wie Antonio Caldara, Johann Adolph Hasse, Giuseppe Domenico Scarlatti und Wolfgang Amadeus Mozart zu neuen Vertonungen. Christoph Willibald Gluck, der sich 1762 vor allem durch seine Reformoper „Orfeo ed Euridice“ einen Namen gemachte hatte, widmete sich diesem historischen Sujet um Titus Vespasianus bereits zehn Jahre zuvor. An Metastasios Vorlage faszinierte Gluck vor allem die philosophische Frage, ob es „gute Menschen“ bzw. eine „gute Herrschaft“ überhaupt geben kann? Kompositorisch sind in „La clemenza di Tito“ schon einige Ansätze der späteren Gluck‘schen „Reform-Opern“ angedeutet; zudem imponieren virtuose Koloraturen und musikalische Kontraste in der Besetzung der Gesangspartien. Für die Rolle des Sesto wurde Gluck von Seiten des Teatro San Carlo Napoli ein wahrer Star der italienischen Oper zur Verfügung gestellt, nämlich der berühmte Kastratensopran Caffarelli. Ihm schrieb Gluck die berühmte Bravour-Arie „Se mai senti spirarti sul volto“ in die Kehle. Caffarellis überragende gesangliche Leistung trug wesentlich zum Erfolg des Gluck’schen „Tito“ bei. Die Rolle des Sesto übernimmt in der Aufführungsserie im Gothaer Ekhof-Theater der renommierte und international gefeierte Star-Sopranist Bruno de Sá. In der Titelpartie ist Haute-Contre Aco Bišćević zu erleben.

Die Aufführungen finden in Kooperation mit den Internationalen Gluck-Festspielen Nürnberg statt.

ca. 3 Stunden inkl. einer Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Preiskategorie 1

 

Foto-Copyright:  © Warner Classics, Laure Bernard

Änderungen vorbehalten

Der Glöckner von Notre-Dame
 

Do,11.07.2024· 19:00 UhrÖFFENTLICHE PROBE
Fr,  12.07.2024· 19:00 UhrPREMIERE
Sa,13.07.2024· 19:00 Uhr 
So,14.07.2024· 15:00 Uhr 
    
Do,18.07.2024· 19:00 Uhr 
Fr,19.07.2024· 19:00 Uhr   
Sa,20.07.2024· 19:00 Uhr   
    
Do,01.08.2024· 19:00 Uhr 
Fr,02.08.2024· 19:00 Uhr 
Sa,03.08.2024· 19:00 Uhr 
    
    

Fassung nach dem Schauspiel von Charlotte Karoline Birch-Pfeiffer
frei nach dem Roman „Notre- Dame de Paris“ von Victor Hugo
für das Ekhof Festival neu bearbeitet von Jens Wassermann

Produktion: Sonnentor Theaterfestival
Inszenierung: Robert Frank

 

Die Geschichte entführt uns in das Paris des Jahres 1482. Viele Jahre zuvor fand der Dompropst Claude Frollo ein kleines Bündel auf den Stufen von Notre Dame. Als er das darin eingewickelte Kind erblickte, glaubte er ob dessen Hässlichkeit an eine Versuchung der Hölle. Um zu sühnen, nahm er das Kind an sich, erzog es, machte es zum Glöckner der Kathedrale und nannte es Quasimodo. Jahre später, auf dem Höhepunkt des jährlichen Narrenfestes, wird Quasimodo zum König der Narren gewählt. Auf diesem Fest zieht die wunderschöne Zigeunerin Esmeralda mit ihrem Tanz alle Blicke auf sich. Frollo verfällt ihr augenblicklich. Ebenso Quasimodo verliebt sich so in Esmeralda.

Esmeralda selbst aber hat sich in Phöbus, einem Hauptmann der königlichen Leibgarde, verliebt. Als sie sich nachts treffen, wird Phoebus von dem eifersüchtigen Frollo niedergestochen, der unerkannt entkommt. Esmeralda wird des Mordes angeklagt. Nun ist es an Quasimodo Esmeralda zu befreien…

Die weltbekannte Geschichte vom entstellten Glöckner und der schönen Esmeralda vor dem gewaltigen Bauwerk Notre- Dame berührt viele Menschen seit Genrerationen. Die kritischen Bezüge zu den Themen „Menschlichkeit“, „Freidenkertum“ und „Humanität“ aber auch Themen wie „Kunst in der Kirche“, „Erneuerung der Strukturen“ und „Gesellschaft im Umbruch“ halten somit Bezüge zur heutigen Zeit.

Für die Produktion zeichnet sich das Sonnentor Theaterfestival verantwortlich, das bereits  C. Gozzis „Turandot“ (2012), die beiden Shakespeare Komödien „Was ihr wollt“ (2014) und „Ein Sommernachtstraum“ (2017) sowie Friedrich Schillers Klassiker „Maria Stuart“ (2023) auf die Bühne des Ekhof Theaters brachte. 

Diesen Sommer präsentiert das Sonnentor Theater- Ensemble die berührende Geschichte des „Glöckners von Notre- Dame“ als klassische Inszenierung und lässt auf der historischen Bühne des Ekhof Theaters die Zeit des 15. Jahrhunderts leidenschaftlich, dramatisch aber auch unterhaltsam aufleben.

Veranstalter: Friedenstein Stiftung Gotha

Preiskategorie 1

 

Foto-Copyright: Une larme pour une goutte d'eau (Notre-Dame de Paris) © Paris Musées / Maisons de Victor Hugo Paris-Guernesey

Änderungen vorbehalten

 

Der Diener zweier Herren
Puppentheater mit dem Barockorchester der
Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Sa,17.08.2024· 17:00 Uhr
Sa,18.08.2024· 15:00 Uhr
   
Sa,24.08.2024· 17:00 Uhr
So25.08.2024· 17:00 Uhr
   

 

Bühnenstück von Carlo Goldoni
Mit Musik von Antonio Vivaldi

Musikalische Leitung: Alexej Barchevitch
Regie: Christian Fuchs
Bühne und Kostüme: Klemens Kühn
Puppen: Peter Lutz
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie

Koproduktion der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach
mit dem Theater Waidspeicher Erfurt e.V.

 

Goldoni trifft Vivaldi in turbulentem Verwechslungsspiel

Nach der erfolgreichen Premierenstaffel von „Der Diener zweier Herren“ im Rahmen des Ekhof-Festivals 2023 widmet sich die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach erneut der außergewöhnlichen Sparte des Puppentheaters und nimmt die Koproduktion von Carlo Goldonis Bühnenstück wieder in den Spielplan auf. In seiner Regie lässt Christian Georg Fuchs das Ambiente der turbulenten Verwirrkomödie auf wundersame Weise lebendig werden. Packend wird erzählt, wie der gewitzte Truffaldino in Venedig als Diener zweier Herren aufgrund seiner Doppelrolle in Bedrängnis gerät. Er versucht alles, damit sein Doppelspiel nicht auffliegt.

 

Dabei verwickelt er sich in immer dreistere Widersprüche und der Schlamassel nimmt unaufhaltsam seinen Lauf – man darf gespannt sein, wer in diesem Stück die Fäden zieht! Puppentheater und Musik haben eine feine Abstraktion gemeinsam, die Erdenschwere und Vergänglichkeit des normalen Lebens ist ihnen fern. Und so durchdringen sich diese Schwesterkünste auf das Schönste und schaffen eine Welt nach ihren Regeln. Wenn das Publikum schließlich mit den Puppen liebt, lacht und leidet, finden Spiel und Musik zu ihrem Ziel: zu unterhalten und zu berühren.

 

Carlo Goldoni und Antonio Vivaldi stammen beide aus Venedig, das zu ihrer Zeit eine der größten Kulturmetropolen Europas war. Gut möglich, dass der junge Theaterautor dem alten Komponisten im Gewimmel der venezianischen Gassen begegnet ist. In der Inszenierung „Der Diener zweier Herren“ laden wir die beiden Venezianer zu einer Zusammenarbeit ein. Die Musik Vivaldis wird mit der Komödie Goldonis sozusagen verwoben. Puppenspieler und Barock-Spezialisten treffen einander zu einer turbulenten, liebestollen, akrobatischen und funkelnden Reise in das Venedig von Truffaldino, Smeraldina und den anderen Figuren der Commedia dell’arte.

 

ca. 70 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha - Eisenach

Preiskategorie 2

 

Foto-Copyright: © Dr. Bernd Seydel
Änderungen vorbehalten

 

Barock ImPuls mit Samuel Mariño
Arienkonzert

 

Mit Werken von Christoph Willibald Gluck und Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
Sopranist: Samuel Mariño
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie

 

In einem historischen Saal wie dem Ekhof-Theater, wo die Wände Geschichten aus vergangenen Zeiten flüsterten und die Harmonien strömen wie flüssiges Gold, sind Konzerte musikalischer Exzellenz mit Künstlern von internationalem Rang unabdingbar. Wenn der aus Venezuela stammende Sopranist Samuel Mariño die Bühne betritt, trägt er die Stimme eines Engels in sich und lässt mit dem ersten Ton die in den Mozart’schen und Gluck’schen Arien versteckten Emotionen lustvolle Wirklichkeit werden. Für die Kastraten des 18. Jahrhunderts allerdings wurde die Lust des Publikums zur Last ihres Lebens. Samuel Mariño ist davon allerdings weit entfernt – da er nie in den Stimmbruch kam, fällt es ihm leicht, die Sopranhöhen berühmter Rollenvorgänger zu erklimmen. Das einzigartig glänzende, vibrierende und gleichsam perlend-lebhafte Timbre seines Soprans umschmeichelt die Seelen der Zuhörer sanft umspült und entführt sie auf eine Reise durch die emotionalen Tiefen der darzustellenden Rollen. Mariño Stimme schwebt geradezu über den sanften Wellen der Klänge und vermag es, die Zeit für einen Moment stillstehen zu lassen. Begleitet wird Samuel Mariño vom Barockorchester der Thüringen Philharmonie unter der musikalischen Leitung von Barock-Spezialist Michael Hofstetter. Freuen Sie sich auf ein Konzert-Erlebnis von unvergleichlicher Intensität und Schönheit!

 

ca. 75 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

 

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Preiskategorie 3

 

Foto-Copyright: © Decca Classics

Änderungen vorbehalten

Brundibár
Kinderoper
Theresienstädter Fassung

Fr,13.09.2024· 10:00 Uhr
Sa,14.09.2024· 17:00 Uhr
   
Fr,20.09.2024· 11:00 Uhr
   

 

Musik von Hans Krása
Libretto von Adolf Hoffmeister

Musikalische Leitung: Natalia Strathmann-Alencova
Kinderchor der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Eisenach
Es spielen die Musikschülerinnen und -schüler der Musikschule "Johann Sebastian Bach" Eisenach und die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

 

Aninkas und Pepíček Mutter ist krank. Die beiden Geschwister gehen auf den Markt, um für sie Milch zu kaufen. Doch die Kinder sind arm und haben kein Geld, um die Milch zu bezahlen. Als sie beobachten, wie die Menschen dem Leierkastenmann Brundibár Münzen zuwerfen, haben sie eine Idee: Sie stellen sich an die andere Ecke des Marktes und fangen an zu singen. Aber merkwürdigerweise bleibt keiner stehen, keiner gibt ihnen Geld. Offensichtlich sind die zwei Kinderstimmen nicht in der Lage, den Leierkastenmann zu übertönen. Brundibár, erbost über die plötzliche Konkurrenz, vertreibt Aninka und Pepíček! Als sie nicht mehr weiterwissen, bekommen sie unerwartet Hilfe von einem Spatzen, einer Katze und einem Hund. Die Tiere trommeln alle Kinder der Nachbarschaft zusammen und nun ist der Chor nicht mehr zu überhören – ganz schnell füllt sich nun der Hut mit Münzen. Doch Brundibár will sich noch nicht geschlagen geben, hat aber den Zusammenhalt der Kinder unterschätzt. Das Böse und Hinterhältige wird besiegt, in dem man sich gegenseitig hilft. Dann können auch viele Schwache durch die Kraft ihrer Freundschaft selbst den vermeintlich Stärkeren besiegen.

Hans Krása komponierte die Oper 1938 in Prag und brachte sie 1942/43 heimlich in einem jüdischen Kinderhaus zur Aufführung. Offiziell uraufgeführt wurde „Brundibár“ aber erst nach Krásas Deportation 1943 in Theresienstadt mit den im Lager internierten Kindern. Immerhin durften jene Kinder, die damals mitgesungen und -gespielt hatten, während der Aufführungen ihren gelben Stern ablegen… ein Stück Normalität und Lebensfreude?

 

Kooperationsprojekt der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach mit der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ Eisenach und dem Landestheater Eisenach.

Die Aufführungen finden in Kooperation mit den Achava Festspielen Weimar statt.

 

ca. 45 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach und  Festival Güldener Herbst

Preisgruppe: 4

 

Foto-Copyright: gemeinfrei

Änderungen vorbehalten

Barock ImPuls „Medea“
Ein mit Musik vermischtes Melodram für Sprecherin und Orchester

Sa, 28.09.2024 · 19:00 Uhr
 

Fassung von 1784 – „Mannheimer Fassung“'
Cembalokonzert D-Dur

Musik von Georg Anton Benda
Text von Friedrich Wilhelm Gotter

Musikalische Leitung: Michael Hofstetter
Sprecherin: N.N.
Cembalo: Bastian Uhlig
Es spielt das Barockorchester der Thüringen Philharmonie

 

Ein singuläres Werk mit eigenwilligem Charakter – ein Werk, das einen der bedeutendsten Mythen der griechischen Antike in den Fokus nimmt: Das „Medea“-Melodram des aus dem Böhmischen stammenden, unter Friedrich III. von Sachsen-Gotha-Altenburg in der Gothaer Hofkapelle wirkenden Komponisten und Instrumentalvirtuosen Georg Anton Benda beeindruckt durch seine unmittelbare Ausdrucksintensität und die eindringliche Vergegenwärtigung vielschichtiger Gefühls- und Gedankenwelten. Kein Geringerer als Wolfgang Amadeus Mozart, zeigte sich von diesem „mit Musik vermischten Drama“ fasziniert, als er es 1778 in Mannheim höchstpersönlich erlebt hatte. „Wir haben mit größtem Vergnügen zwei Aufführungen von Bendas Medea besucht. Nichts hat mich je mehr beeindruckt! Die Verbindung von Prosa und Musik ist höchst erfreulich. Benda ist einer meiner Lieblingskomponisten.“ Dies schrieb der junge Mozart an seinen Vater Leopold unmittelbar nach der überwältigen Aufführung. Im 18. Jahrhundert bezeichnete man mit dem Begriff „Melodrama“ eine Form, die für damalige Verhältnisse offenbar avantgardistisch genug war, um selbst das Genie des jungen Wolfgang zu beeindrucken: ein Theaterstück mit musikalischer Begleitung, aber mit Rezitationen anstelle von Gesang.

Wenn die Stimme der Medea erklingt, offenbart sich in ihrem schizophrenen Monolog ihr schauerlich-grausames Schicksal: „Hier lieg ich und fleh um Rache auf Jasons Haupt!“ schreit Medea, die Verlassene. Jason, der Vater ihrer Kinder, den sie einst so leidenschaftlich geliebt hat und der erst durch ihre Kraft zu Macht und Herrschaft gelangt ist, hat sie für eine andere Frau verstoßen. Doch Medea hasst so leidenschaftlich, wie sie liebt. Ihre Rache bringt nicht nur dem Königspaar Jason und Krëusa den Tod, sondern lässt sie zur Mörderin der eigenen Kinder werden. Wie kann eine liebende Mutter solche Gräueltaten begehen? Welche Kämpfe toben in Medeas Innern? Seit Jahrtausenden machen Fragen wie diese die antike Tragödie nach Euripides zu einem epochalen Theaterstoff.

 

Die Aufführung von „Medea“ findet statt im Rahmen von:
Güldener Herbst – Festival Alter Musik Thüringen 2024 à Logo Güldener Herbst

 

ca. 70 Minuten ohne Pause – kein Einsatz der Kulissenverwandlungsmaschinerie!

Veranstalter: Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach

Preisgruppe 2

 

Foto-Copyright: Medea © Carle van Loo

Änderungen vorbehalten

Das Ekhof-Festival in Gotha - eine Tradition voller Leidenschaft.