Kulissenwelt des 18. Jahrhunderts

Heute ist es üblich, dass in Theatern für jedes aufzuführende Stück Kulissen angefertigt werden. Bestenfalls verwendet man Teile für andere Stücke weiter.

Das war im 18. Jahrhundert völlig anders. Ebenso wie jeder Schauspieler ein oder mehrere Rollenfächer vertrat, gab es in den Theatern Standardkulissen, die in den  unterschiedlichsten Stücken Verwendung fanden. Dies wurde dadurch erleichtert, dass sich die Kulissenbilder auf den verwandelbaren Flügeln, den Rückprospekten und den Soffitten befanden. Erst in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts kamen Versatzstücke, bewegliche Türen und Fenster im Bühnenbild hinzu, die für Auflockerung sorgten.

 

Für das Gothaer Theater sind folgende Kulissentypen bekannt: Waldkulisse, schlichter Saal, Prunksaal, gelbes, rotes, blaues und grünes Zimmer, Dorfstraße, Stadtkulisse mit Meerprospekt, Stadtkulisse mit vielen bunten Häusern im Prospekt, Gartenkulisse, Bauernhof, Bauernstube, Wirtsstube, Gefängnis.

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